Warum kamen plötzlich so viele Spams??

Inzwischen kann ich diese Frage beantworten. Anstelle der Frage dürfte die Überschrift dieses Betrags darum so lauten: „Wie man eine Flut von Spams auslösen kann.“ Welche Überschrift mir nun mehr Besucher bringen würde, die bereit sind, nach dem Lesen des Betrags einen Kommentar zu schreiben, kann ich allerdings nicht beantworten.

Der Debras Verlag startete vor wenigen Wochen ein Buchlese-Projekt, in dem Teilnehmer das ausgesuchte Buch kostenlos lesen können. Interessenten müssen dem Verlag nur Ihre Postanschrift mitteilen. Es ist dem Interessenten überlassen, ob er das mit einem Kommentar macht, eine E-Mail schreibt, eine Postbrief oder anruft. Die Anschrift wird auf keinen Fall veröffentlicht, auch keine Kommentare zu diesem Projekt.

Das Projekt wurde in zwei (nacheinander folgenden) Beiträgen vorgestellt: zuerst in einer Ankündigung, dann die eigentliche Ausschreibung mit den Regeln. Falls Sie mehr über da Projekt erfahren möchten, klicken Sie auf diesen Link, mit dem Sie die Regeln als PDF-Datei downloaden können: Projekt Buchlesen

Im Blog des Verlags gab es im Fußbereich der Blogseite schon lange ein Formular, mit dem Leser – bei Bedarf – dem Verlag Fragen per E-Mail senden. Bisher wurde dieses Formular nur selten benutzt. Mit der Ankündigung des Projekt war das plötzlich anders. Es kamen Mails – manche voll des Lobes zum Blog – jedoch immer mit ein oder zwei URL des Absenders.

Das Formular ist so eingerichtet, dass es auch mitgeteilt, welche Seite bzw. welchen Beitrag der Absender gerade gelesen und welche IP der PC des Absenders hat. Die meisten Absender hatten  eine E-Mail-Adresse bei „…gmail.com“ und enthielten englischen Text. Nur ein Absender war – wie aus seinen URls zu entnehmen war – Franzose. Doch auch dessen Text war englisch und – sehr ungewöhnlich(!) – er schickte sieben E-Mails, und er las dabei zuvor jeweils einen anderen Beitrag.

Da bis dahin keine einzige echte Anmeldung aus Deutschland einging, löschte der Verlag das Formular im Fußbereich und positionierte ein neues Formular in der rechten Spalte (unter dem Kalender). Dieses Formular hatte zwar die gleichen Eigenschaften wie das vorhergehende Formular, doch im Titel war zu erkennen, dass es speziell für das Projekt zu verwenden sei.

Der „Erfolg“ war nun, dass noch mehr Spams eingingen, bis 10 und mehr je Tag. Der Verlag löschte sofort das Formular. Und nun war endlich „Ruhe“.

„Normale“ Spams wehrte das (als Plug-in installierte) Antispamtool – wie schon vorher  – erfolgreich.

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